So funktioniert der Was-wäre-wenn-Rechner
Der Rechner behandelt deine hypothetischen Fächer genau wie echte: Er multipliziert jede Note mit ihren ECTS, addiert deine bereits gesammelten Punkte und teilt durch die neue Gesamt-ECTS. An deiner Vergangenheit ändert sich nichts — du testest nur Zukünfte. Achtung: Im deutschen System ist 1,0 die beste Note, niedriger ist besser.
Voraussichtlicher Schnitt = (Aktuell × Abgeschlossen + Σ Note × ECTS) ÷ (Abgeschlossen + Σ ECTS)
So beantwortest du schnell Fragen wie "Was, wenn ich nur 2er schreibe?" oder "Kann ich mir eine 3,7 leisten, wenn der Rest 1,7 ist?" Probiere zuerst die pessimistische Variante: Wenn selbst dein schlechtestes realistisches Szenario über deinem Ziel bleibt, kannst du entspannt bleiben.
Rechenbeispiel
Du hast einen Schnitt von 2,0 nach 60 ECTS. Nächstes Semester planst du Mathematik (6 ECTS), Physik (6 ECTS) und Englisch (6 ECTS). Du erwartest eine 1,3 in Mathematik, eine 2,0 in Physik und eine 1,7 in Englisch. Voraussichtlich = (2,0 × 60 + 1,3 × 6 + 2,0 × 6 + 1,7 × 6) ÷ 78 = (120 + 7,8 + 12 + 10,2) ÷ 78 = 150 ÷ 78 = 1,92 — also "Gut". Und du siehst sofort, welches Fach den Schnitt am stärksten bewegt, wenn du eine Note nach der anderen änderst.
Tipps für realistische Szenarien
Baue drei Szenarien: optimistisch, realistisch und pessimistisch. Gewichte deine Erwartungen nach Schwierigkeit des Fachs und Ruf des Dozenten, nicht nach Hoffnung. Und denk daran: Fächer mit vielen ECTS bewegen deinen Schnitt weit stärker als 2-ECTS-Kurse — schütze diese zuerst.